Ende 2025 lagen in Deutschland 760.700 bereits genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen im Bauüberhang. Das meldete das Statistische Bundesamt (Destatis) am 22. Mai 2026. Der Bauüberhang blieb damit auf dem Niveau des Vorjahres (759.700). Davon befanden sich 307.200 bereits aktiv im Bau, 158.600 davon waren im Rohbau fertiggestellt.
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Warum der Bauüberhang hoch bleibt
Ein hoher Bauüberhang ist kein positives Zeichen. Er bedeutet, dass genehmigte Projekte nicht umgesetzt werden. Die Ursachen sind vielfaeltig: gestiegene Baukosten, die viele genehmigte Projekte unwirtschaftlich gemacht haben, Insolvenzen von BauTrägern, fehlende Handwerkerkapazitaeten und Finanzierungsluecken wegen gestiegener Zinsen. Viele Genehmigungen wurden einfach nicht aktiviert und laufen aus, ohne dass je ein Spatenstich erfolgte.
Was der Bauüberhang für den Markt bedeutet
Der Bauüberhang von 760.700 Einheiten signalisiert: Selbst wenn alle genehmigten Projekte umgesetzt wuerden, wuerde das den strukturellen Fehlbedarf von jährlich fast 200.000 Wohnungen gegenueber dem politischen Ziel nicht ausgleichen. Gleichzeitig steckt im Bauüberhang ein theoretisches Fertigstellungspotenzial für die nächsten drei bis fuenf Jahre, sofern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen passen.
Für Investoren liefern die Bauüberhangs-Daten einen wichtigen strategischen Hinweis: Solange der Bauüberhang hoch bleibt und Fertigstellungen weit unter Bedarf liegen, bleibt die Nachfrage nach Bestandsobjekten strukturell stark. Die beste Strategie ist, bestehende Wohnungen durch Sanierung aufzuwerten und schnell auf den Markt zu bringen, anstatt auf Neubau-Fertigstellungen zu warten.
Quellen: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung PD26/174/31121, 22. Mai 2026; ifo-Institut, Wohnungsbauprojektionen 2026.
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