Hunderttausende Immobilieneigentümer stehen 2026 vor einer teuren Überraschung: Ihre in der Niedrigzinsphase abgeschlossenen Baufinanzierungen laufen aus. Zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt müssen Käufer aus der Phase zwischen 2016 und 2022 ihre Darlehen prolongieren, oft zu deutlich höheren Zinsen.
Wer damals zu einem Prozent oder weniger finanziert hat, zahlt bei der Anschlussfinanzierung heute rund 3,75 bis 4,0 Prozent. Bei einer Restschuld von 250.000 Euro entspricht das einer Mehrbelastung von rund 6.000 bis 7.500 Euro jährlich. Dominik Nehls von Dr. Klein beruhigt jedoch: Viele betroffene Eigentümer haben von zwei Faktoren profitiert: gestiegenen Immobilienwerten und getilgten Darlehensanteilen. Ein gesunkener Beleihungsauslauf verbessert die Konditionen und kann den Zinsanstieg teilweise kompensieren.
Nehls empfiehlt, im Rahmen der Anschlussfinanzierung auch Modernisierungsmaßnahmen einzuplanen. Viele Banken seien offen, zusätzliche Beträge, etwa für eine energetische Sanierung, in das Darlehen zu integrieren. Ein Zinsunterschied von nur 0,2 Prozent kann über die Laufzeit mehr als 5.000 Euro ausmachen, weshalb ein Vergleich mehrerer Angebote lohnt. Interhyp-Chef Utecht rät zudem: Wer zeitnah prolongieren muss, sollte die Zinsen jetzt festschreiben statt auf sinkende Konditionen zu spekulieren.
Quellen: Dr. Klein, Analyse Anschlussfinanzierung April 2026; DAS INVESTMENT, April 2026.
Foto: Pexels, Pexels (kostenlos nutzbar)




