Die Baugenehmigungszahlen starten mit einem leichten Aufwärtstrend ins Jahr 2026. Im Januar wurden bundesweit rund 19.500 Wohnungen genehmigt, was einem Plus von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Das hat das Statistische Bundesamt am 18. März 2026 bekannt gegeben.
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Mehrfamilienhäuser hinken nach
Der Zuwachs bei den für die Wohnraumversorgung besonders wichtigen Mehrfamilienhäusern fiel mit 7,1 Prozent etwas verhaltener aus als im Gesamtmarkt. GdW-Präsident Axel Gedaschko wertet die Zahlen als positives Signal, mahnt aber zur Vorsicht: Der Wohnungsbau stabilisiere sich langsam, doch zum Jubeln sei es noch zu früh.
Weiter erheblicher Nachholbedarf
Trotz des Zuwachses bleibt der Abstand zum tatsächlichen Bedarf groß. Laut ZIA-Frühjahrsgutachten 2026 werden für das laufende Jahr nur rund 215.000 fertiggestellte Wohnungen erwartet, bei einem jährlichen Bedarf von 257.400 Einheiten. Der Anstieg der Baugenehmigungen wird sich erst mit deutlicher Verzögerung in Fertigstellungen niederschlagen.
Was das für Investoren bedeutet
Ein weiterhin knappes Angebot an Neubauwohnungen stützt die Nachfrage nach sanierten Bestandsimmobilien. Wer in Regionen mit hohem Wohnungsbedarf kauft, saniert und wiederverkauft, profitiert von einer strukturellen Angebotsknappheit, die sich kurzfristig nicht auflösen wird.
Quellen: GdW Bundesverband Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Pressemitteilung vom 18.03.2026; Statistisches Bundesamt, Baugenehmigungen Januar 2026.
Foto: Get Lost Mike, Pexels (kostenlos nutzbar)




