Ausgerechnet der Staat agiert als schlechtes Vorbild beim Wohnungsmangel. Laut Auswertung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) stehen von den rund 38.341 verwalteten Bundeswohnungen 3.725 Einheiten leer, das entspricht fast zehn Prozent. Weitere 1.127 Wohnungen gelten als nicht marktaktiv, da sie entweder stark sanierungsbedürftig sind oder verkauft werden sollen. Zusammen sind damit rund 13 Prozent des Bundeswohnungsbestands nicht bewohnbar oder nicht vermietet.
Die Zahlen, die der MDR Ende Februar 2026 thematisierte, werfen ein Schlaglicht auf das Versagen staatlicher Immobilienbewirtschaftung in Zeiten akuten Wohnraummangels. Private Vermieter, die ihre Wohnungen leer stehen lassen, werden rechtlich und politisch unter Druck gesetzt. Dass der Bund selbst tausende nutzbare Einheiten nicht dem Markt zur Verfügung stellt, wird zunehmend kritisch kommentiert.
Für die Branche ist das kein Randthema: Es unterstreicht, dass selbst mit dem vorhandenen Bestand mehr Wohnraum mobilisiert werden könnte, wenn Bürokratie, Sanierungsstau und fehlende Investitionsbudgets abgebaut würden. Die e Aufgabe liegt im Bestand, nicht nur im Neubau.
Quelle: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), Stand Juli 2025, berichtet MDR, Februar 2026; Haufe Immobilien, März 2026.
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