Bundesbank März 2026: Immobilienüberbewertung auf 10 bis 15 Prozent gesunken

Der deutsche Immobilienmarkt ist fundamental gesünder als noch vor zwei Jahren. Das zeigt der aktuelle Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom März 2026. Die Überbewertung von Wohnimmobilien in deutschen Städten, die 2022 noch bei 25 bis 40 Prozent lag, ist auf rund 10 bis 15 Prozent gesunken. Das ist noch keine vollständige Normalisierung, aber ein klares Signal, dass die Korrekturphase weitgehend abgeschlossen ist.

Was die Bundesbank-Daten bedeuten

Die Bundesbank berechnet die Überbewertung, indem sie Immobilienpreise mit Fundamentaldaten wie Mietniveau, Einkommensentwicklung und demographischen Trends vergleicht. Eine Überbewertung von 10 bis 15 Prozent liegt im historisch normalen Schwankungsbereich. Die Konsequenz: Ein flächendeckender Preiseinbruch gilt als unwahrscheinlich. Wer auf weitere starke Rückgänge gewartet hat, wartet aller Voraussicht nach vergeblich.

Zinsen und Kreditvergabe erholen sich

Im März 2026 lagen die Zinsen für zehnjährige Immobilienkredite laut Bundesbank zwischen 3,4 und 3,8 Prozent, deutlich unter dem Höchststand von 4,2 Prozent in 2023. Ein 500.000-Euro-Darlehen kostet heute monatlich rund 200 bis 250 Euro weniger als auf dem Zinshöhepunkt. Die Hypothekenneuvergabe stieg im ersten Halbjahr 2025 um rund ein Drittel gegenüber dem Vorjahr. Regional gilt: In wirtschaftsschwachen Regionen sind weitere Rückgänge möglich, in Großstädten und wirtschaftsstarken Mittelstädten stabilisieren oder steigen die Preise bereits wieder. Die LBBW prognostiziert für 2026 einen bundesweiten Preisanstieg von drei bis vier Prozent.

Quellen: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht März 2026; LBBW Research, Immobilienmarktprognose 2026; diamona-harnisch.com, April 2026.

Foto: Pexels, Pexels (kostenlos nutzbar)

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