Der deutsche Immobilieninvestmentmarkt hat im ersten Quartal 2026 seinen Erholungskurs weiter fortgesetzt. Das Transaktionsvolumen erreichte laut einer aktuellen Marktanalyse des Immobiliendienstleisters CBRE rund 8,6 Milliarden Euro und lag damit etwa 20 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Damit setzt sich die seit dem zweiten Halbjahr 2024 begonnene Erholung auch zu Jahresbeginn 2026 fort.
Gegenüber dem starken vierten Quartal 2025, das traditionell von einer Jahresendrallye geprägt wird, sank das Volumen um rund 19 Prozent. Das entspricht dem saisonalen Muster und wird von Marktbeobachtern nicht als Schwächesignal gewertet. Die Zahl der abgeschlossenen Transaktionen stieg, der durchschnittliche Einzelvolumen je Deal war entsprechend niedriger als im Schlussquartal 2025.
Büroimmobilien waren mit etwa 2,1 Milliarden Euro und einem Anteil von 24 Prozent die umsatzstärkste Assetklasse. Ihr Wachstum gegenüber dem ersten Quartal 2025 betrug über 60 Prozent. Zu den größten Einzelabschlüssen zählten ein Neubauensemble für die Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalens in Kaarst sowie die Alte Akademie in München. Das Wohnsegment folgte mit 1,7 Milliarden Euro auf Platz zwei, verzeichnete jedoch gegenüber dem Vorjahr einen leichten Rückgang.
Inländische Investoren dominierten den Markt mit rund 5,1 Milliarden Euro und steigerten ihre Aktivitäten um 26 Prozent. Ausländische Investoren erreichten 3,5 Milliarden Euro, ein Plus von 12 Prozent, blieben aber unter dem langjährigen Durchschnitt. Einzeltransaktionen verzeichneten mit 6,2 Milliarden Euro ein Plus von 28 Prozent. Besonders auffällig war ein Einzelabschluss außerhalb der sieben Top-Märkte mit rund 400 Millionen Euro.
CBRE erwartet, dass sich der Markt im weiteren Jahresverlauf 2026 beleben könnte, sofern das Produktangebot zunimmt. Offene Immobilienfonds sowie Banken mit erhöhten Quoten notleidender Kredite könnten verstärkt Objekte auf den Markt bringen. Eine Rekalibrierung der Renditeerwartungen vor dem Hintergrund geopolitischer und konjunktureller Unsicherheiten bleibt ein Risikofaktor für das zweite Halbjahr 2026.




