Der deutsche institutionelle Wohnimmobilieninvestmentmarkt hat im ersten Quartal 2026 ein Transaktionsvolumen von 1,7 Milliarden Euro erzielt. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Immobiliendienstleisters CBRE. Damit lag das Volumen zwar unter dem Vorjahresquartal von 2,2 Milliarden Euro, aber deutlich über dem ersten Quartal 2024, als lediglich 700 Millionen Euro umgesetzt wurden. Mit einem Marktanteil von 23 Prozent war Wohnen die zweitstärkste Assetklasse am deutschen Gesamtmarkt hinter Büro.
CBRE-Analyst Stefan Wilke erklärt die zurückhaltende Dynamik: Die anhaltend unsichere geopolitische Lage veranlasse viele Investoren, Kaufentscheidungen aufzuschieben, obwohl die Zahl der zur Vermarktung stehenden Objekte und Portfolios vergleichsweise hoch sei. Eigenkapitalstarke Käufer und Objekte mit stabilen Cashflows, insbesondere gefördertes Wohnen und energieeffiziente KfW-40-Bestände, haben sich als klare Gewinner dieser Marktphase herauskristallisiert.
Für den weiteren Jahresverlauf rechnet Savills mit einem Gesamttransaktionsvolumen, das etwa dem der beiden Vorjahre von rund 35 Milliarden Euro entspricht, sofern sich das geopolitische Umfeld nicht weiter eintrübt. Für Investoren mit Eigenkapitalstärke bleibt das Umfeld dennoch interessant: Das wachsende Angebot und die noch verhaltene institutionelle Konkurrenz eröffnen Einstiegsmöglichkeiten, besonders bei Bestandsobjekten mit Sanierungspotenzial.
Quelle: CBRE Deutschland, Marktanalyse Wohnimmobilieninvestmentmarkt Q1 2026, April 2026.
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