Der Aufwaertstrend bei den Baugenehmigungen in Deutschland setzt sich fort. Im April 2026 wurden 20.200 Wohnungen genehmigt, 9,2 Prozent mehr als im April 2025. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am 18. Juni 2026 mit. Es ist bereits der vierte Anstieg in Folge. Im Zeitraum Januar bis April 2026 wurden insgesamt 83.700 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 13,4 Prozent gegenueber dem Vorjahreszeitraum.
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Starke Zuwachse bei Zwei- und Mehrfamilienhäusern
ZweifamilienHäuser legten von Januar bis April besonders stark zu: plus 22,9 Prozent. Wohnungen in Mehrfamilienhäusern stiegen um 14,7 Prozent, Einfamilienhäuser um 11,7 Prozent. Auch Wohnungen durch Umbau bestehender Gebäude zogen um 10,2 Prozent auf 13.700 Einheiten an. Der Bauüberhang lag Ende 2025 bei 760.700 Einheiten, davon 307.200 bereits im Bau.
Trendwende nach Krisen-Tief, aber keine Entwarnung
Die Genehmigungszahlen sind ein Fruehindikator: Was heute genehmigt wird, ist in 26 bis 34 Monaten fertiggestellt. Der Anstieg im ersten Quartal und April 2026 signalisiert, dass die Fertigstellungszahlen fruehestens 2027 wieder anziehen werden. Für 2026 rechnen Experten weiterhin mit nur 200.000 bis 220.000 Fertigstellungen. Das Ziel von 400.000 Wohnungen jährlich bleibt in weiter Ferne.
Für Fix-and-Flip-Investoren bedeutet der Anstieg der Genehmigungen: Die Nachfrage nach Bestandsobjekten bleibt hoch, solange Neubau das Angebotsproblem nicht kurzfristig loesen kann. Wer sanierte Bestandswohnungen anbietet, trifft auf einen Markt unter anhaltender Angebotsknappheit.
Quellen: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilungen PD26/207/3111 vom 18. Juni 2026 und PD26/166/3111 vom 18. Mai 2026.
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