Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen hat den Entwurf des Klimaschutzprogramms 2026 grundsätzlich begrüßt, aber deutliche Nachbesserungen beim Finanzierungsrahmen gefordert. GdW-Präsident Axel Gedaschko erklärte: Das Programm sei in der vorliegenden Form nicht umsetzbar, weil offen bleibe, wie die erheblichen zusätzlichen Mittel für den Gebäudesektor aufgebracht werden sollen.
Positiv bewertet der GdW, dass die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bis 2029 verlängert werden soll und der Schwerpunkt auf Einzelmaßnahmen liegt. Rund 92 Prozent der jährlichen Einsparungen innerhalb der BEG sollen über Einzelmaßnahmen erzielt werden. Als konstruktiv gilt auch die geplante steuerliche Absenkung der Stromsteuer auf das EU-Mindestmaß sowie die Anhebung der Grenze für sofort abzugsfähige Sanierungskosten nach einem Gebäudekauf auf 30 Prozent des Kaufpreises.
Kritisch bleibt laut GdW die fehlende Zweckbindung der CO2-Einnahmen: Ein klares Bekenntnis, dass Einnahmen aus der CO2-Bepreisung vollständig in den Gebäudesektor zurückfließen, fehlt im Programm weiterhin. Ohne verlässliche Finanzierung bestehe die Gefahr, dass notwendige Sanierungsinvestitionen entweder ausbleiben oder auf Mieter umgewälzt werden. Der GdW fordert deshalb eine Verstetigung der Fördermittel über zehn Jahre im Klimatransformationsfonds.
Für Immobilieneigentümer und Investoren relevant: Die BEG-Verlängerung bis 2029 schafft Planungssicherheit für größere Sanierungsprojekte. Der 10-Prozent-Bonus für sogenannte Worst Performing Buildings, also die energetisch schlechtesten Gebäude, gilt künftig auch für Vermieter und macht Sanierungen von Altbeständen wirtschaftlich attraktiver. Das Kabinett hat das Programm am 25. März 2026 beschlossen; der Expertenrat für Klimafragen prüft es nun vor der Umsetzung.




