Der GREIX-Kaufpreisindex des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) zeigt für den deutschen Immobilienmarkt eine paradoxe Entwicklung. Einfamilienhäuser sind inflationsbereinigt gegenueber dem Vorjahr um 0,9 Prozent teurer geworden. Eigentumswohnungen haben sich inflationsbereinigt hingegen um 1,7 Prozent verbilligt. Der Markt entwickelt sich je nach Objekttyp in unterschiedliche Richtungen.
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Laengere Insertionszeiten als Zeichen der Abkühlung
Das IfW Kiel stellt ausserdem fest, dass Immobilien im Schnitt wieder laenger inseriert bleiben: Die durchschnittliche Vermarktungszeit liegt aktuell bei rund 90 Tagen. Im Vergleich zum Boomjahr 2021, als Objekte teilweise innerhalb weniger Tage verkauft wurden, ist das eine deutliche Normalisierung. Langere Insertionszeiten erhöhen die Verhandlungsmacht der Kaeufer und ermöglichen genauere Due-Diligence-Pruefungen.
PwC: Abkühlung der Marktstimmung erwartet
Das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) prognostiziert eine spuerbare Abkühlung der Marktstimmung im Laufe des Jahres 2026. Besonders Energieeffizienz werde zum entscheidenden Kriterium bei der Kreditvergabe. Banken bewerten Immobilien der Energieklassen F und G zunehmend risikoreicher, was schlechtere Finanzierungskonditionen oder haertere Eigenkapitalanforderungen bedeutet.
Für Fix-and-Flip-Investoren sind laengere Insertionszeiten und differenzierte Preisentwicklungen ein Vorteil: Wer klar auf Einfamilienhäuser setzt oder auf Eigentumswohnungen in besserer Energieklasse, kann die unterschiedlichen Marktdynamiken gezielt nutzen. Kaufobjekte mit Energieeffizienzpotenzial bieten die größte Wertentwicklungsperspektive.
Quellen: IfW Kiel, GREIX-Kaufpreisindex, Juni 2026; PricewaterhouseCoopers, Marktstimmungsprognose 2026; FTD, Bauzinsen-Analyse, Juni 2026.
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