Haus und Grund Deutschland hat in einer Stellungnahme zur Mietrechtsreform 2026 scharfe Kritik geuebt. Kai Warnecke, Präsident von Haus und Grund, wirft der Bundesregierung vor, private Vermieter zu stigmatisieren und die Grundlagen eines funktionierenden Mietmarkts zu untergraben.
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Drei Kernkritikpunkte
Die Begrenzung von Indexmieten auf 3,5 Prozent jährlich lehnt Haus und Grund ab. Indexmieten ermöglichen transparente Anpassungen und spiegeln die tatsächliche Kostenentwicklung wider. Eine politische Kappung entkoppele Kosten- und Erlösseite und schaffe strukturellen Margendruck, besonders bei steigenden Instandhaltungs- und Betriebskosten.
Noch schaerfer faellt die Kritik am geaenderten Kündigungsrecht aus. Wenn eine rechtmaessige Kündigung wegen Mietzueckstaenden unter Umstaenden unwirksam werde, trueegen Vermieter Zahlungsausfälle, Prozesskosten und Wiederholungsrisiken dauerhaft. Warnecke: Es kann nicht Aufgabe privater Vermieter sein, dauerhaft für ausgefallene Mieten einzustehen.
Drohendes Angebotsschrumpfen
Haus und Grund vertritt rund 15 Millionen private Vermieter, die gut 60 Prozent des Mietwohnungsmarkts stellen. Wenn diese Gruppe Investitionen zurückzieht, schrumpft das Angebot. Bereits jetzt plant laut GdW-Vermieterreport 2026 mehr als die Hälfte keine Modernisierungen. Für Investoren, die Bestandsobjekte kaufen, sanieren und wieder verkaufen, ist die Regulierungsdebatte ein Argument für die Fix-and-Flip-Strategie: Wer schnell saniert und verkauft, umgeht regulatorische Dauerlasiken.
Quellen: Haus und Grund Deutschland, Pressemitteilung zur Mietrechtsreform, April 2026; GdW Vermieterreport 2026.
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