Nach leichten Erholungstendenzen im Jahr 2025 verzeichnet die deutsche Immobilienwirtschaft im ersten Quartal 2026 eine spürbare Eintrübung der Stimmung. Das zeigt der aktuelle ZIA-IW-Immobilienstimmungsindex. ZIA-Präsidentin Iris Schöberl warnt: Wenn die Politik nicht entschlossen mit strukturellen Reformen gegensteuert, drohe sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt dramatisch zu verschärfen.
Inhalt
Was der Index misst
Der ZIA-IW-Immobilienstimmungsindex wird gemeinsam vom Zentralen Immobilien Ausschuss und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erhoben. Er fragt Unternehmen der Immobilienwirtschaft regelmäßig nach ihrer aktuellen Geschäftslage und ihren Erwartungen für die kommenden zwölf Monate. Beide Komponenten zusammen ergeben das Immobilienklima.
Ursachen der Eintrübung
Als Hauptursachen gelten weiterhin hohe Baukosten, ein stockender Wohnungsbau und unzureichende politische Rahmenbedingungen. Trotz gesunkener Zinsen und einzelner Förderprogramme fehlt es der Branche nach eigener Einschätzung an Planungssicherheit und ausreichend einfachen Genehmigungsverfahren. Besonders Projektentwickler berichten von erhöhter Zurückhaltung bei neuen Vorhaben.
Einschätzung für Investoren
Eine eingetrübte Marktstimmung bedeutet für Fix-&-Flip-Investoren nicht zwangsläufig schlechtere Chancen. Gerade in Marktphasen, in denen Wettbewerber zurückhaltend agieren, können sich günstige Einkaufspreise ergeben. Entscheidend ist eine solide Kalkulation, die aktuelle Finanzierungskosten, Sanierungsbudget und realistischen Verkaufspreis berücksichtigt.
Quellen: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Pressemitteilung zum ZIA-IW-Immobilienstimmungsindex Q1 2026, 20.03.2026; Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Köln.
Foto: Phaeng _yo, Pexels (kostenlos nutzbar)




