Immobilientransaktionen in Deutschland laufen wieder häufiger über Makler. Das zeigt eine aktuelle Studie, auf die Interhyp im Juli 2026 hinweist. Nach dem starken Rückgang der Makleranteile in der Niedrigzinsphase, als Objekte sich quasi von selbst verkauften, steigt die Nachfrage nach professioneller Vermittlung wieder deutlich an.
Der Grund liegt in der veränderten Marktlage. Längere Vermarktungszeiten von durchschnittlich 90 Tagen laut GREIX-Index, eine größere Anzahl von Angeboten und eine vorsichtigere Käuferschaft sorgen dafür, dass die Auswahl und Präsentation eines Objekts wieder wichtiger werden. Makler übernehmen Besichtigung, Preisfindung, Bonitätsprüfung und Vertragsabwicklung und entlasten damit Verkäufer erheblich.
Für Fix-and-Flip-Investoren ist die Rückkehr des Maklers als Marktteilnehmer ein zweischneidiges Schwert: Auf der Käuferseite entstehen Mehrkosten durch die Provision. Auf der Verkäuferseite ermöglicht ein guter Makler schnellere Transaktionen und bessere Preisfindung, was bei einem sanierten Objekt den Aufwand lohnt. Wer regelmäßig Objekte kauft, sollte Makler als dauerhaften Kooperationspartner in das eigene Netzwerk aufnehmen.
Quellen: Interhyp, Studie Immobilientransaktionen, Juli 2026; IfW Kiel, GREIX-Index, Juni 2026.
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