Wer auf der Suche nach Wertsteigerungspotenzial in deutschen Immobilien ist, sollte den Blick von den bekannten Metropolen weglenken. Das zeigt der aktuelle Postbank Wohnatlas 2026, der vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) erstellt wurde. Eigentumswohnungen in Städten mit bis zu 100.000 Einwohnern stiegen 2025 real um 1,2 Prozent, und damit deutlich stärker als in den sieben größten deutschen Städten, wo der Preiszuwachs real bei nur 0,2 Prozent lag.
Herausragend war Potsdam mit einem realen Preisanstieg von 14,3 Prozent. Auf der anderen Seite des Spektrums stehen Ferienregionen: In Nordfriesland, zu dem die Inseln Sylt, Föhr und Amrum gehören, sanken die Preise für Eigentumswohnungen real um 7,4 Prozent. Der bayerische Landkreis Garmisch-Partenkirchen verzeichnete einen Rückgang von 3,1 Prozent. Einige norddeutsche Ferienregionen blieben dagegen stabil oder legten leicht zu.
Die Botschaft für Investoren ist eindeutig: Die pauschale Gleichsetzung von Metropole mit Sicherheit und Rendite gilt 2026 nicht mehr. Mittelstädte mit wirtschaftlichem Rückenwind und guter Infrastrukturanbindung bieten oft attraktivere Einstiegspreise bei vergleichbarer Preissteigerungsdynamik. Fix-and-Flip-Investoren sollten ihren Suchradius bewusst auf Städte zwischen 30.000 und 100.000 Einwohnern ausweiten.
Quelle: Postbank Wohnatlas 2026, erstellt vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI), April 2026.
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