Der deutsche Markt für Gesundheits- und Sozialimmobilien hat im ersten Quartal 2026 ein Transaktionsvolumen von mehr als 1,1 Milliarden Euro erreicht. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Immobiliendienstleisters Savills. Damit wurde der Gesamtwert des Vorjahres von 1,2 Milliarden Euro bereits im ersten Quartal nahezu erreicht, was einem Rekordumsatz seit Ende 2024 entspricht.
Maßgeblichen Anteil an diesem Ergebnis hatten zwei Großtransaktionen: die Mehrheitsübernahme von Cofinimmo durch den belgischen Investor Aedifica sowie der Erwerb eines Ärztehaus-Portfolios von Northwest Healthcare Properties durch TPG Real Estate. Pflegeheimtransaktionen dominierten das Marktgeschehen mit rund 559 Millionen Euro und einem Anteil von 50 Prozent. Ärztehäuser folgten mit 262 Millionen Euro, Betreutes Wohnen und Krankenhäuser machten jeweils etwa zwölf Prozent aus. Die Spitzenrenditen blieben sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabil.
Das wachsende Interesse institutioneller Investoren an Gesundheits- und Pflegeimmobilien ist strukturell begründet: Demografischer Wandel, politisch gewollte Ambulantisierung des Gesundheitswesens und stabile Mieterstrukturen machen das Segment zunehmend attraktiv. Für Investoren mit Fokus auf Wohnimmobilien ist das Segment ein Hinweis: In Zeiten geopolitischer Unsicherheit fließt Kapital bevorzugt in Assetklassen mit gut planbaren, langfristigen Cashflows.
Quelle: Savills Deutschland, Marktanalyse Gesundheitsimmobilien Q1 2026, April 2026.
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