Das Volumen neu ausgereichten Wohnungsbaukredite ist im ersten Quartal 2026 auf 61,2 Milliarden Euro gestiegen. Das meldet Barkow Consulting in einer Auswertung von Bundesbank-Daten. Es ist der hoechste Wert seit der Zinswende Mitte 2022. Besonders der März 2026 stach heraus: Viele Kaeufer sicherten sich in Erwartung möglicher Zinssteigerungen schnell Konditionen. Das Neugeschaeft im März allein uebertraf alle Monatswerte der vergangenen drei Jahre.
Ob es sich um eine nachhaltige Erholung oder ein kurzfristiges Strohfeuer handelt, wird sich im zweiten Quartal 2026 zeigen. Die geopolitische Lage rund um den Iran-Konflikt und die EZB-LeitzinsErhöhung vom 11. Juni können die Dynamik wieder daempfen. Interhyp-CEO Joerg Utecht kommentiert: Der Zinsmarkt befinde sich auf einem Plateau um vier Prozent.
Für Investoren ist der Kreditboom ein Indikator für zurückkehrendes Vertrauen in den Immobilienmarkt. Eigenkapitalstärke bleibt jedoch der entscheidende Vorteil in einem Umfeld, in dem Finanzierungskosten weiter ueber dem historischen Durchschnitt liegen.
Quellen: Barkow Consulting, Auswertung Q1 2026, Juni 2026; FTD, Bauzinsen-Analyse, Juni 2026; Interhyp, CEO-Statement, Juni 2026.
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