Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) prognostiziert für 2026 einen Branchenumsatz von 178 Milliarden Euro, ein reales Plus von rund 2,5 Prozent gegenueber dem Vorjahr. Es ist die erste echte Trendwende nach zwei Jahren Rezession im Baugewerbe. ZDB-Präsident Wolfgang Schubert-Raab bewertet das als ein erstes Aufatmen nach einer langen Durststrecke.
Inhalt
Woher kommt das Wachstum?
Das Wachstum kommt nicht aus dem Wohnungsbau, der nach wie vor unter niedrigen Fertigstellungszahlen leidet, sondern vor allem aus dem Wirtschaftsbau und dem öffentlichen Bau. Infrastrukturprojekte, Gewerbebauten und SanierungsMaßnahmen an öffentlichen Gebäuden sorgten für Auslastung. Im Wohnungsbau ist die Lage differenzierter: Der Anstieg bei Baugenehmigungen im ersten Quartal 2026 um 14 Prozent signalisiert zwar eine Erholung, aber diese schlaegt sich erst 2027 in den Fertigstellungszahlen nieder.
ZDB-Forderungen für nachhaltiges Wachstum
ZDB-Hauptgeschaeftsfuehrer Felix Pakleppa fordert begleitende Maßnahmen, um den Wachstumstrend zu verstetigen. Dazu gehoert die schnelle Einführung des Gebäudetyps E für vereinfachtes und kostengünstigeres Bauen, zinsggünstige Darlehen für private Bauherren und eine echte Entstrickung von Normen und bürokratischen Vorgaben. Pakleppa: Das Baugewerbe ist bereit, wieder einzustellen. Es braucht nur verlässliche Auftraege.
Für Investoren ist der Trendwende-Bericht des ZDB ein positives Signal: Die Handwerkskapazitaeten erhöhen sich, lange Wartezeiten können künftig kuerzer werden. Wer Sanierungsprojekte für 2026 und 2027 plant, sollte jetzt Handwerker verbindlich beauftragen, solange die Kapazitaeten noch verhältnismäßig gütig verfügbar sind.
Quellen: Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB), Baukonjunkturbericht 2026; ZDB, Stellungnahme Bundeshaushalt 2026.
Foto: Pexels, Pexels (kostenlos nutzbar)




