Der Referentenentwurf der Baugesetzbuch-Novelle liegt vor. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) begrüßt ihn als wichtigen politischen Aufschlag, sieht aber an mehreren Stellen erheblichen Nachbesserungsbedarf. Für Investoren, die Objekte planen, kaufen oder entwickeln, ist die Reform von direkter Relevanz: Sie bestimmt, wie schnell und sicher Baugenehmigungen erteilt werden können.
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Was die Novelle vorsieht
Die Novelle zielt auf eine vollständig digitale Ausgestaltung der Bauleitplanung, verbindlichere Verfahrensstandards, weniger Mehrfachbeteiligungen und mehr Tempo in den Genehmigungsverfahren. Zusätzlich soll der Wohnungsbau bei Abwägungsentscheidungen stärker gewichtet werden. Auch die Mehrfachnutzung von Flächen und serielle sowie modulare Bauweisen sollen erleichtert werden.
Kritikpunkte der Immobilienwirtschaft
ZIA-Präsidentin Iris Schöberl hält die Reform an mehreren Stellen noch nicht ambitioniert genug. Es fehle eine „Fast Lane“ bei Bauleitplanverfahren: Eine Halbierung der Fristen wäre nach Einschätzung des Verbands möglich. Darüber hinaus reichten die bisherigen Punkte bei Nutzungsflexibilität im Bestand, der Überprüfung veralteter Planungsgrundlagen und beim Abbau planungsrechtlicher Bürokratie nicht aus.
Erheblichen Widerstand regt auch die geplante Erweiterung des kommunalen Vorkaufsrechts an. Zwar seien gezielte Eingriffsmöglichkeiten bei städtebaulichen Problemfällen sinnvoll. Weitergehende Zugriffs- und Mitteilungspflichten bei gesellschaftsrechtlichen Transaktionen, die über missbrauchsnahe Fälle hinausgehen, könnten sich aber negativ auf Investitionen auswirken, warnt der ZIA.
Was Investoren im Blick behalten sollten
Solange die Novelle im Gesetzgebungsverfahren ist, empfiehlt es sich, Projektplanungen auf mögliche Änderungen bei Vorkaufsrechten und Bauleitplanverfahren hin zu prüfen. Schnellere Genehmigungsverfahren würden Projektentwicklungen wirtschaftlich attraktiver machen und Finanzierungsrisiken reduzieren.
Quellen: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Pressemitteilung vom 02.04.2026.
Foto: Mikael Blomkvist, Pexels (kostenlos nutzbar)




