Eine aktuelle Destatis-Auswertung zur Bautätigkeitsstatistik zeigt eine bemerkenswerte Zahl: 83 Prozent aller 2025 neu genehmigten Wohngebäude sollen hauptsächlich mit Wärmepumpen beheizt werden. Gasheizungen sind bei nur noch 2,2 Prozent der genehmigten Wohngebäude eingeplant. Bei den fertiggestellten Wohngebäuden, also dem aktuellen Ist-Zustand, liegt der Wärmepumpenanteil bei 73,6 Prozent und hat sich damit innerhalb von zehn Jahren von 31,4 Prozent im Jahr 2015 mehr als verdoppelt.
Diese Zahlen zeigen: Die Energiewende im Neubau ist faktisch bereits vollzogen. Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das die starre 65-Prozent-Erneuerbare-Pflicht abschafft, kommt damit für den Neubaumarkt zu spät. Der Markt hat längst entschieden. Relevant bleibt das GModG vor allem für den Bestand, wo Wärmepumpen in vielen Fällen technisch schwieriger und teurer zu installieren sind als im Neubau.
Für Investoren bedeutet das: Wer Neubauprojekte entwickelt oder EH40-Wohnungen verkauft, kann Wärmepumpen als selbstverständlichen Standard kommunizieren. Bei Bestandsobjekten der Energieklassen D bis G lohnt sich die differenzierte Analyse, ob eine Wärmepumpe oder ein anderes System das Richtige ist. Die kommunale Wärmeplanung gibt dafür den entscheidenden Rahmen.
Quellen: Statistisches Bundesamt (Destatis), Bautätigkeitsstatistik 2026, Pressemitteilung PD26/174/31121, 22. Mai 2026.
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