EU-Kommission bestätigt: Mietregulierung verschärft Wohnungsknappheit

Die EU-Kommission hat in einer aktuellen Analyse bestätigt, was Ökonomen seit Jahren betonen: Mietpreisregulierung verschärft die Wohnungsknappheit, anstatt sie zu lösen. Haus und Grund Deutschland reagierte am 5. Juni 2026 auf die EU-Analyse mit einer klaren Forderung an die Bundesregierung: Deutschland muss seinen Kurs in der Wohnungspolitik ändern. Weitere Regulierung im Mietrecht ist der falsche Weg.

Was die EU-Kommission festgestellt hat

Die EU-Kommission hat im Rahmen ihrer Wohnungsmarktanalyse festgestellt, dass Mietpreisbremsen und Mietobergrenzen in mehreren EU-Ländern nachweislich dazu geführt haben, dass das Mietwohnungsangebot schrumpfte statt wuchs. Wenn Vermieter nicht kostendeckend vermieten können, ziehen sie Wohnungen aus dem Mietmarkt ab, verkaufen sie oder lassen sie leerstehen. Gleichzeitig sinkt die Investitionsbereitschaft in neue Mietwohnungen, was das Angebot langfristig weiter einschränkt.

Deutschland im internationalen Vergleich

Haus und Grund verweist auf den internationalen Befund der EU-Analyse: In Ländern ohne starre Mietpreisregulierung wie den Niederlanden oder Irland hat sich das Mietwohnungsangebot besser entwickelt als in Ländern mit strengen Obergrenzen. Deutschland verschärft seine Mietpreisregulierung mit der seit 1. Juli 2026 geltenden Mietrechtsreform weiter: Indexmietendeckel auf 3,5 Prozent, Möblierungszuschläge begrenzt, geändertes Kündigungsrecht. Haus und Grund warnt, dass genau diese Maßnahmen nach dem Muster der EU-Analyse die Wohnungsknappheit weiter verschärfen werden.

Forderung: Kurswechsel in der deutschen Wohnungspolitik

Haus und Grund-Präsident Kai Warnecke fordert einen grundlegenden Kurswechsel. Die EU-Kommission bestätige, was der Verband seit Jahren sage: Mietregulierung löst das Wohnungsproblem nicht, sie verschärft es. Deutschland brauche stattdessen Investitionsanreize für private Vermieter, weniger bürokratische Hürden und steuerliche Entlastungen für denjenigen, der bezahlbaren Wohnraum anbietet. Bezahlbares Wohnen entstehe durch mehr Angebot, nicht durch mehr Vorschriften.

Für Investoren ist die EU-Analyse ein Signal: Der internationale Konsens geht klar in Richtung angebotssteigernder Maßnahmen statt Regulierung. Wer heute in die Schaffung und Aufwertung von Wohnraum investiert, handelt entgegen dem politischen Trend, aber in Übereinstimmung mit ökonomischer Evidenz. Das schafft mittel- und langfristig attraktive Marktpositionen.

Quellen: Haus und Grund Deutschland, Pressemitteilung, 5. Juni 2026; EU-Kommission, Wohnungsmarktanalyse, 2026.

Foto: Diliff, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

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