Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW hat am 11. Juni 2026 anlaesslich der ersten Lesung des Gebäudemodernisierungsgesetzes im Bundestag einen 8-Punkte-Appell für Nachbesserungen vorgelegt. GdW-Präsident Axel Gedaschko macht klar: Die Wärmewende gelingt nicht mit Pflichten auf dem Papier, sondern mit Lösungen, die vor Ort funktionieren.
Die wichtigsten Forderungen
Der GdW fordert erstens mehr Quartiersansaetze: Klimaschutz soll nicht nur am EinzelGebäude nachgewiesen werden, sondern für ganze Bestände. Zweitens klare Verantwortlichkeiten bei der CO2-Kostenteilung. Drittens faire Kostenregeln für die Modernisierungsumlage. Viertens transparente Vorgaben für Wärmenetze. Fuenftens technologieoffene Regeln für klimafreundliche Brennstoffe wie Biogas und Wasserstoff. Sechstens praxistaugliche Übergangfristen. Siebtens ausreichende Fördermittel. Achtens weniger Bürokratie bei Genehmigungen für Wärmeanlagen.
Gedaschko fasst zusammen: Klimaschutz darf nicht zum Kostentreiber werden, der Mieterinnen und Mieter ueberfordert und Wohnungsunternehmen Investitionen unmöglich macht. Die Wärmewende brauche Verlässlichkeit und Kostenkontrolle.
Für Eigentümer und Investoren ist der Appell ein Signal: Der Gesetzgeber steht noch unter erheblichem Aenderungsdruck. Wer heute Heizsysteme plant, sollte die endgueltige Verabschiedung des GModG abwarten, bevor irreversible Entscheidungen getroffen werden.
Quellen: GdW, Pressemitteilung 8-Punkte-Appell, 11. Juni 2026; architekturblatt.de, Juni 2026.
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