Der Eigentümerverband Haus und Grund Deutschland hat nach Bekanntwerden der geplanten Kostenregelungen im neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) Alarm geschlagen. In einer Pressemitteilung vom 30. April 2026 warnt der Verband vor einer massiven Belastung privater Kleinvermieter und einer schleichenden Verschlechterung des deutschen Gebäudebestands.
Inhalt
Wer besonders betroffen ist
Mehr als die Hälfte aller privaten Vermieter in Deutschland bietet nur eine einzige Wohnung an, häufig zur Altersvorsorge. Für diese Gruppe ist der finanzielle Spielraum besonders eng. Die geplanten GModG-Kostenregelungen sehen vor, dass Vermieter je nach Energieeffizienzklasse des Gebäudes erhebliche Anteile der CO2-Kosten für Gasheizungen selbst tragen müssen. Bei schlecht sanierten Gebäuden können das bis zu 95 Prozent sein. Hinzu kommen mögliche Pflichten zur schrittweisen Einspeisung grüner Brennstoffe, die sogenannte Bio-Treppe, deren genaue Kosten noch nicht feststehen.
Haus und Grund: Schleichende Verschlechterung des Bestands droht
Verbandspräsident Kai Warnecke warnt: Die neuen Regelungen werden Folgen weit über die reine Kostenaufteilung hinaus haben. Durch die steigende Kostenlast werde kaum ein Eigentümer noch in der Lage sein, in die Zukunftsfähigkeit seiner Immobilie zu investieren. Damit drohe eine schleichende Verschlechterung des Gebäudebestands in Deutschland. Und das könne nicht im Sinne der Mieter sein, so Warnecke.
Was Investoren beachten müssen
Für Bestandsinvestoren ist die Botschaft eindeutig: Energetische Sanierung ist kein optionaler Aufwand mehr, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Wer ein Objekt mit schlechter Energieklasse dauerhaft hält, trägt wachsende Kostenpositionen, die er nicht an Mieter weitergeben kann. Wer hingegen saniert und die Energieklasse auf C oder besser verbessert, reduziert die CO2-Kostenpflicht und steigert gleichzeitig den Objektwert. Die Kombination aus BEG-Förderung, verbessertem Beleihungsauslauf und steigendem Wiederverkaufswert macht energetische Sanierung 2026 zum Kernstück jeder Investitionsstrategie im Bestand.
Quellen: Haus und Grund Deutschland, Pressemitteilung GModG-Kostenregelungen, 30. April 2026; hausundgrund-tempelhof.de, April 2026.
Foto: Pexels, Pexels (kostenlos nutzbar)




