Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 206.350 Wohnungen fertiggestellt, 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Das meldete das Statistische Bundesamt (Destatis) am 22. Mai 2026. Es ist der niedrigste Wert seit 2012 und das Ergebnis eines Genehmigungseinbruchs, der sich nun mit Verzoegerung in den Fertigstellungszahlen niederschlaegt.
Inhalt
Bauüberhang bleibt hoch
Der Bauüberhang lag Ende 2025 bei 760.700 Einheiten und damit auf Vorjahresniveau. Davon befanden sich 307.200 bereits im Bau, 158.600 davon im Rohbau. Das hohe Niveau haengender Projekte zeigt: Das Problem ist nicht mangelnde Nachfrage, sondern Kapazitaetsengpaesse, Insolvenzwelle bei BauTrägern und gestiegene Herstellungskosten.
Kumuliertes Defizit ueber drei Jahre
Deutschland braeuchte nach politischem Ziel 400.000 Fertigstellungen pro Jahr. 206.350 bedeuten ein Defizit von fast 200.000 Wohnungen allein in 2025. Kumuliert seit 2022 ist eine strukturelle Luecke entstanden, die den Miet- und Kaufmarkt auf Jahre unter Druck haelt. Das ifo-Institut erwartet, dass steigende Genehmigungszahlen fruehestens 2027 in den Fertigstellungszahlen sichtbar werden.
Für Investoren: Wer Bestandsobjekte erwirbt und aufwertet, bedient ein Segment, das strukturell knapp bleibt. Die Kombination aus niedrigen Fertigstellungen, steigenden Mieten und Preisstabilisierung bei Kaufobjekten macht sanierungsbedürftige Bestandsimmobilien zum strategisch attraktivsten Investitionsobjekt 2026.
Quellen: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung PD26/174/31121 vom 22. Mai 2026; ifo-Institut, Wohnungsbauprojektionen 2026.
Foto: Pexels, Pexels (kostenlos nutzbar)



