Energieanbieter in der Pflicht: Neuer Ansatz für Heizungsmodernisierung

Mit der Abschaffung des Heizungsgesetzes kommt ein neuer Ansatz für den Klimaschutz im Gebäudesektor: Künftig sollen nicht mehr die Eigentümer von Immobilien, sondern die Energieanbieter verpflichtet werden, für einen steigenden Anteil erneuerbarer Energien in Gas und Öl zu sorgen. Haus & Grund Deutschland begrüßt diesen Richtungswechsel ausdrücklich.

Das Prinzip des neuen Ansatzes

Das bisherige Heizungsgesetz hatte die Pflicht zum Umstieg auf erneuerbare Energien beim Heizungstausch den Hauseigentümern übertragen. Das neue Konzept dreht diesen Ansatz um: Die Energieversorger werden verpflichtet, den Anteil grüner Energien in ihren Gasnetzen und Öllieferungen schrittweise zu erhöhen. Das hat einen entscheidenden Vorteil für Eigentümer: Die bestehende Heizanlage wird ohne Umbau automatisch klimafreundlicher, wenn das gelieferte Gas oder Öl einen höheren Grünanteil hat.

Haus & Grund: Eine der Absurditäten des alten Gesetzes beseitigt

Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke kommentiert die Änderung als folgerichtig: Es sei eine der Absurditäten des Heizungsgesetzes gewesen, die Pflicht zu einem wachsenden Grünanteil im Energiemix den Hauseigentümern zu übertragen, statt sie bei den Energieversorgern anzusiedeln. Mit dem neuen Ansatz werde diese Schieflage korrigiert.

Was weiterhin gilt

Auch mit dem neuen Ansatz bleibt die energetische Qualität einer Immobilie ein wichtiger Werttreiber. Die Nachfrage nach gut gedämmten, energieeffizienten Gebäuden wird durch den Systemwechsel nicht abnehmen. KfW-Förderprogramme für energetische Sanierungen stehen weiterhin zur Verfügung und können kombiniert werden. Die Richtlinie bleibt: Wer energetisch saniert, schafft Mehrwert.

Bedeutung für Fix-&-Flip-Projekte

Für Investoren, die Bestandsimmobilien sanieren, bedeutet der neue Ansatz mehr Flexibilität bei der Wahl der Heizungsanlage. Der Druck, zwingend auf eine Wärmepumpe oder andere erneuerbare Heiztechnologie umzustellen, entfällt. Das vereinfacht die Kalkulation von Sanierungsprojekten und reduziert einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor in der Investitionsplanung.

Quellen: Haus & Grund Deutschland, Pressemitteilung vom 17.02.2026.

Foto: Johannes Plenio, Pexels (kostenlos nutzbar)

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