CO2-Preis 2027 stabilisiert: GdW warnt vor Preissprung in den Folgejahren

Die Bundesregierung hat per Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) den nationalen CO2-Preis für das Jahr 2027 stabilisiert. GdW-Präsident Axel Gedaschko begrüßte den Schritt am 16. Juli 2026 ausdrücklich: Die Stabilisierung des CO2-Preises für 2027 sei ein richtiger Schritt und schaffe kurzfristig mehr Planungssicherheit. Doch danach drohe ein Preissprung mit gravierenden Folgen.

Der nationale CO2-Preis auf fossile Brennstoffe wie Heizöl und Erdgas liegt 2026 bei 55 bis 65 Euro pro Tonne. Für 2027 war ursprünglich eine deutliche Erhöhung geplant. Die Stabilisierung schiebt diesen Schritt auf, löst ihn aber nicht auf. GdW warnt: Jeder Euro, den Wohnungsunternehmen zusätzlich für CO2-Kosten aufbringen müssen, fehlt bei Modernisierungsinvestitionen oder muss über Mieterhöhungen refinanziert werden. Die Kostenteilung zwischen Vermieter und Mieter beim CO2-Preis richtet sich nach der Energieeffizienzklasse des Gebäudes. Bei schlecht gedämmten Objekten mit Gasheizung tragen Vermieter bis zu 95 Prozent der Kosten.

Für Fix-and-Flip-Investoren und Bestandseigentümer ergibt sich daraus eine klare strategische Botschaft: Die CO2-Preis-Logik macht energetische Sanierungen wirtschaftlich zwingend. Wer heute ein Objekt der Energieklasse E, F oder G hält, zahlt bei steigendem CO2-Preis immer mehr. Wer jetzt saniert und die Energieklasse auf C oder besser verbessert, reduziert den eigenen CO2-Kosten-Anteil dauerhaft. Die Stabilisierung für 2027 ist ein günstiges Zeitfenster für die Sanierungsplanung, bevor der nächste Preissprung kommt.

Quellen: GdW Bundesverband, Pressemitteilung CO2-Preis BEHG, 16. Juli 2026; Bundesregierung, BEHG-Änderung, Juli 2026.

Foto: Pexels, Pexels (kostenlos nutzbar)

Dein nächster Schritt

Lohnt sich das Objekt? Berechne deine Rendite in unter 60 Sekunden — kostenlos und ohne Anmeldung.