IVD übernimmt BID-Vorsitz: Vorsichtige Signale für Neustart in der Wohnungspolitik

Zum 1. Juli 2026 hat der Immobilienverband Deutschland (IVD) turnusgemäß den Vorsitz der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) übernommen. IVD-Präsident Dirk Wohltorf folgt auf den Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA), der den Vorsitz zuletzt innehatte. Die Amtsübergabe fand in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin statt, im Beisein von Bundesbauministerin Verena Hubertz.

Die BID ist das gemeinsame Sprechergremium der sechs wichtigsten deutschen Immobilienverbände: BFW, GdW, IVD, VDIV, vdp und ZIA. Sie vertritt die gesamte Wertschöpfungskette der Immobilienwirtschaft gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Mit dem Vorsitzwechsel sieht die BID vorsichtige Signale für einen Neustart in der Bau- und Wohnungspolitik. Wohltorf verwies auf die Koalitionsausschussbeschlüsse vom 2. Juli 2026 zum Wohnungsbaupaket als erste positive Zeichen. Gleichzeitig mahnte er zur Vorsicht: Auf Beschlüsse müssten schnell Gesetze und dann spürbare Wirkung folgen.

Für die Immobilienwirtschaft ist ein geschlossen auftretender Branchenverband in einer Phase mit vielen offenen Gesetzgebungsverfahren, von der BEG-Reform über das GModG bis zur Mietrechtsreform, besonders wertvoll. Wie effektiv der neue Vorsitz die Interessen der Branche durchsetzen kann, wird sich im parlamentarischen Herbst 2026 zeigen.

Quellen: Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID), Pressemitteilung, 7. Juli 2026; GdW, 7. Juli 2026.

Foto: Pexels, Pexels (kostenlos nutzbar)

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